Soziale Netzwerke

Interessante neue Ansätze im freien sozialen Netzwerk Libertree


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Logo des freies dezentralen sozialen Netzwerk LibertreeWährend Facebook verzweifelt versucht seine Plattform und damit die Benutzerdaten besser zu vermarkten, um einen drohenden Kursabsturz an der Börse zu vermeiden, ist die Weiterentwicklung des Netzwerkes auf Eis gelegt. Längst gibt es freie dezentrale Alternativen im Bereiche soziale Netzwerke wie Diaspora. Allerdings reagieren die Entwickler von Diaspora nur schleppend auf die Benutzerwünsche, von denen viele einfach umsetzbar währen. Dieser Missstand war die Geburtsstunde eines neuen Netzwerkes mit Namen Libertree.
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Internet verursacht Kommunikationsprobleme im realen Leben


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Spülen gefällt mir - wäre sonst ja auch eklig ...Noch nie war es einfacher sich eine lange Freundesliste zusammenzuklicken, dank sozialer Netzwerke. Längst ist es zum Statussymbol geworden, weit mehr Freunde online zu haben, als man im realen Leben jemals würde treffen wollen. Gelegentlich gab es da auch schon Probleme bei Geburtstagseinladungen im Netz, wo Jugendliche überrascht waren, wenn ihre 1000 virtuellen Freunde plötzlich leibhaftig vor dem Haus standen und mitfeiern wollten.

Weitaus schlimmer ist es, wenn man sich an die einfachen Benutzeroberflächen zu sehr gewöhnt und dabei das reale Leben verlernt. Die auftretenden Probleme sind dabei geschlechtsspezifisch. Frauen beklagen beispielsweise häufig, dass Männer nur rudimentäre Eingabemöglichkeiten haben und häufig falsch auf Sprachbefehle reagieren. Es wäre sehr umständlich ihnen auf der Kommandozeile Anweisungen zu erteilen, weil sie sonst nichts begreifen. Des weiteren wird ein Mangel an Arbeitsspeicher beklagt und dass das Systemmanagement häufig falsch priorisiert.

Viele Männer hingegen beklagen lückenhafte schwer verständliche Betriebsanleitungen und unvorhergesehene Nebenwirkungen beim Update von Freundin auf Ehefrau. Plötzlich würden viel mehr Systemressourcen belegt und Kinderprozesse gestartet, die dann noch mehr Systemressourcen belegen. Andere beklagen fehlende Demoversionen oder Deinstallationsroutinen, die nur unvollständig arbeiten.

Viele männliche Internetnutzer gaben offen zu, nicht zu wissen, wo sich der „gefällt mir“ oder Anstupsen-Knopf bei einer Frau befindet, wenn sie real vor ihr stehen.

Ein soziales Netzwerk, ohne dass man seine Daten und Seele verkaufen muss …


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Die Zukunft heißt Diaspora ...Es gibt soziale Netzwerke, wo man nicht seinen echten Namen verwenden muss. Wo man nicht seine gesamten Daten und seine Seele verkaufen muss und wo man nicht ständig mit Werbung oder nervigen Minispielen belästigt wird.
Das soziale Netzwerk Diaspora befindet sich inzwischen in einem größeren Alpha-Test, ist Open Source und will eine Alternative zu Facebook werden mit besserem Datenschutz.
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Nützliches Plugin für Firefox zum sicheren verschlüsselten Surfen per https


Datenschutz IT-News

Die Electronic Frontier Foundation (EFF) stellt ein sehr nützliches Plugin für Firefox bereit, mit dem man die Surfsicherheit erhöhen kann.

Das Plugin HTTPS Everywhere nutzt bei vielen häufig genutzten Websites den SSL verschlüsselten Zugang über https.

Nach der Installation über diesen Link (HTTPS Everywere Plugin für Firefox) kann man sich in den Optionen zum Plugin anschauen welche Webseiten unterstützt werden:

HTTPS Everywhere Plugin für Firefox

HTTPS Everywhere Plugin für Firefox von der EFF

Die Webseiten von Google, Wikipedia, Facebook, Twitter und Identica werden sicherlich viele Surfer nutzen.

Doch was bewirkt das Plugin jetzt?

Dazu kann man folgenden Test durchführen:

  • Nach der Installation von HTTPS Everywhere die am häufigsten genutzte Suchmaschine Google aufrufen. Die Webadresse kennen wahrscheinlich alle Surfer in und auswendig: http://google.de
  • Die Google-Seite erscheint und man kann einen beliebigen Suchbegriff eingeben. Wem Nichts einfällt tippt Test ein und drückt den Knopf Google-Suche.

Jetzt sollte bei der Präsentation des Suchergebnisses von Google folgendes auffallen:

Google Suche verschlüsselt über HTTPS

Google Suche verschlüsselt über HTTPS

  • Oben in der Adresszeile vom Firefox ist das Google-Logo farbig hinterlegt und die URI fängt mit https:// an.
  • Unten rechts wird das Schloss für eine verschlüsselte Verbindung angezeigt.
  • Mitte links wird das Google-SSL-Logo angezeigt.

Alles dies zeigt an, dass man gerade Google über eine gesicherte verschlüsselte Verbindung nutzt. Damit ist Niemand, der versucht den Internetverkehr zu belauscht, in der Lage die eben gestellte Suchanfragen mitzulesen und auszuwerten. Google kann dies natürlich trotzdem noch. Ist ja auch logisch, schließlich muss Google die Suchanfrage entschlüsseln und auswerten. Das Ergebnis der Suchanfrage wird dann aber wieder verschlüsselt zurückgesendet.

Dieses kleine Plugin achtet also für eine Handvoll Webseiten darauf, dass die Surfer sie über eine sichere verschlüsselte Verbindung nutzen und erhöht damit die Privatsphäre.

NRW-Wahl: Favorit CDU gegen Außenseiter Piratenpartei


Politik

Die Junge Union hatte schon mal einen recht peinlichen Auftritt mit einem Lied bei YouTube. Daraus scheint die CDU nicht gelernt zu haben und hat zur Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen ein Lied online gestellt, das von der Netzgemeinde ähnlich schlecht bewertet wurde.
Hiebei zeigt sich auch deutlich, dass die CDU keine Ahnung vom Online-Wahlkampf hat. Nachdem man feststellte, dass der Song eher kritisch aufgefasst wurde, zog man die Notbremse und stellte die Kommentare auf moderiert. Dabei vergaß man die Bewertungsfunktion abzuschalten und im YouTube-Kanal können die Kritiker immer noch ihren Ärger unmoderiert Luft machen. Dies zeigt deutlich, dass man das Medium Internet nicht beherrscht und dass man sich mit Kritik eher nicht auseinandersetzen möchte. Etwas merkwürdig kommt auch das Motto der CDU zur NRW-Wahl rüber: NRW für Rüttgers. Dies müsste eigentlich andersherum lauten.
Ansonsten war der Wahlkampf der CDU eher von Skandalen überschattet, sei es nun die Finanztricks, die Käuflichkeit oder der Umgang mit kritischen Journalisten.

Unsere Familienministerin Kristina Schröder erzählt in einem Interview im YouTube-Kanal zur NRW-Wahl, dass sie soziale Netzwerke erfolgreich nutzt. Tatsächlich twittert sie teilweise von ihrem Handy und antwortet dabei auch gelegentlich: [1] [2] [3]
Frau Ministerin freut sich auch, wenn sie in der Presse erwähnt wird: [1] [2] [3]
Allerdings sind das alles eher unverfängliche und belanglose Sachen. Bei kritischen Artikeln oder Anfragen schweigt die Ministerin lieber: [1] [2] [3] [4]


Die Piratenpartei versuchte am beginn des Wahlkampfes mit kreativen Mitteln Spenden zu erhalten. Beim Plakatieren wurde sehr kreativ gegen Rechts protestiert.
Für das Wahlkampfprogramm haben auch NGOs wie Mehr Demokratie mitgearbeitet. Die Entstehung des Wahlprogramms zeigt dieser Bericht sehr gut.
Darüber hinaus finden sich bei YouTube Interviews mit den meisten Kandidaten für die Landtagswahl: [1] [2] [3] [4] [5] [6].
Mit dem groß angelegten Wahlkampf der CDU, die dafür wesentlich mehr Mittel bereitstellt, kann man das nicht vergleichen. Interessant wäre es aber zu ermitteln, wie viel Geld die CDU pro Stimme im Wahlkampf ausgegeben hat und wie viel die Piraten. Die Piraten haben ganz klar verstanden, wie sie das Internet optimal im Wahlkampf einsetzen können und sind im Netz die am stärksten vertretene Partei. Ob dies zum Überschreiten der 5%-Hürde ausreicht, bleibt spannend. Bei der Bundestagswahl hat sich gezeigt, dass die Piratenpartei durchaus frischen Wind und ernste Themen beisteuert, aber eher von einer Randgruppe politisch interessierter Nerds gewählt wird. Dem hat man in NRW versucht mit einem breiteren Wahlprogramm, dass weit über das Thema Urheberrecht hinausgeht, entgegen zu wirken.

Dass die Piratenpartei mit dem Internet wesentlich besser umgeht hat auch die CDU erkannt. Merkwürdigerweise scheint man aber nicht in der Lage zu sein daraus zu lernen, wie der Wahlkampf in NRW zeigt…