Üble Bewohner im Leben nach dem Tode in 3D = sinnlose Zombie-Ballerei…

Resident Evil Afterlife - Pressefoto © 2010 Constantin Film Verleih GmbHTeil 1 der Resident Evil Kinofilme ist meiner Meinung nach die beste Verfilmung eines Computerspiels. Die Besetzung von Heike Makatsch als Zombie war ohnehin genial.
Die Fortsetzungen der Reihe ließen dann wie häufig etwas nach. Bis es dann ein Teil gar nicht mehr ins Kino schaffte. Dank der neuen 3D-Technik können wir aber z. Z. wieder einen Kinofilm der Resident-Evil-Reihe im Kino bewundern.

Im wahrscheinlich bekanntesten 3D-Film Avatar gibt es eine Szene, wo der Hauptdarsteller auf dem Planeten von wilden Hunden angegriffen wird, die dann in 3D auf den Zuschauer zuspringen. Da kommt etwas Horror-Feeling auf. Genau solche Szenen habe ich im neuen 3D-Resident-Evil-Film erwartet.
Um es kurz zu sagen, 3D-mäßig ist Resident Evil eine Enttäuschung.
An Horror-3D-Szenen habe ich 3 ausgemacht:

  1. Ein Zombie wirft eine Axt in das Publikum. Die Szene ist aber wirklich sehr gut und man zieht den Kopf ein.
  2. Einige Vögel fliegen unerwartet ins Publikum. Die Szene ist aber viel zu kurz und kaum 3D.
  3. Ein Zombie taucht unerwartet auf und seine Zunge greift nach einem Opfer. Die Zunge ist allerdings nicht in 3D. Gerade hier hätte man doch wunderbar einen Horror-Effekt erzeugen können.

Insgesammt hätte ich einfach viel mehr erwartet, wie Zombiearme, die ins Publikum greifen und abgetrennte Gliedmaßen, die ins Publikum fliegen. Statt dessen begrenzen sich die 3D-Effekte auf Wasser in der Dusche und Mauer die ins Publikum rieselt. Dies wertet die schwache Story kein bisschen auf.

Mal sehen ob ich die Story in wenigen Sätzen wiedergeben kann:
Alice folgt mit einem Flugzeug einem merkwürdigen Funkspruch nach Alaska. Angeblich soll Arcadia allen in Not helfen und keine Zombieprobleme haben. Dort findet sie aber nur einen verlassen Flughafen und Claire, die sie angreift. Claire hat ihr Gedächtnis verloren und wird von Alice bewusstlos im Flugzeug mitgenommen. In LA bemerken sie einen Wolkenkratzer, auf dessen Dach sich Menschen verschanzt haben. Diese Menschen brauchen Hilfe und in einer waghalsigen Aktion landet Alice auf dem Wolkenkratzer. Die Menschen dort erzählen Alice, dass die Arcadia ein Frachter ist, der vor LA treibt und immer noch den Funkspruch absetzt: Wir bieten Hilfe und Nahrung! Man beschließt sich zum Frachter durchzukämpfen. Mit dem Flugzeug geht das nicht. Über die Kanalisation schaffen es einige wenige mit Alice bis zum Frachter. Dieser ist ein geheimes Labor von Umbrella, also eine Falle. Es kommt wieder mal zum Kampf. Der Oberbösewicht kann entkommen. Alice will den Frachter nutzen, um der Menschheit zu helfen. Allerdings wird der Frachter im Abspann von Umbrella-Kampfhubschraubern angeflogen…

Fazit:
Ohne 3D-Effekte hätte dieser B-Movie es wohl nicht in die Kinos geschafft. Das aufdringliche Fortsetzung-Folgt-Ende ist eine Frechheit und rein handlungsmäßig ist nichts passiert außer wilde Ballerei und Zerstörung. Bei solchen Filmen erwartet man ja auch nicht viel mehr, aber gerade im 3D-Bereich hätte das deutlich besser sein können. Ich muss wohl weiter auf einen guten 3D-Horror-Film warten…

Comments

  1. Ich fand’s so schlecht nicht und ziemlich horrormäßig. Bin allerdings auch ein Schisshase 😉 Aber hast schon recht, wenn die weiterhin nur so wenig Story erzählen können die noch 100 Teile drehen und wir sind kein Stückchen schlauer ob die Menschheit überlebt…

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  2. Ich wette du stehst mehr auf Filme mit IT-Hintergrund wie z.B. Tron – Legacy …
    Obwohl ein guter Horror-Film nicht zu verachten ist. Mein Lieblingshorrorfilm ist: The Ring (1) *schauer* 😉

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  3. Ich fand die Handlung auch etwas na ja nicht vorhanden 😉

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