S21: Bahnhof Stuttgart - cc-by-nc von CraxlerDas umstrittenen Projekt Stuttgart 21, eine Umgestaltung des Kopfbahnhofs in eine teure unterirdische Streckenführung, wird trotz heftiger Proteste weitergeführt. Bundeskanzlerin Merkel erklärte das Projekt zu dem ihren und die CDU in Baden-Würtemberg lässt ihre ohnehin miesen Umfragewerte von der Polizei noch weiter nach unten prügeln. Nicht müde werden die Verantwortlichen zu behaupten, dass eine große demokratische Mehrheit für das Projekt gestimmt hat, das man jetzt nicht mehr stoppen kann. Alle denkbaren Alternativen wurden angeblich geprüft und verworfen.

Projekte wie München 21 und Frankfurt 21 wurden schon früh begraben. Auch Stuttgart 21 wurde bereits 1994 von der Bahn als unwirtschaftlich abgelehnt.

Nachdem Frankfurt 21 abgelehnt worden war, hat man dort, durch eine zum Projekt 21 vergleichsweise billige Umgehungsstreckenführung, die dortigen Probleme gelöst.

Frankfurt Bahnhof Streckenführung - OpenStreetMap cc-by-sa

Reisende mit Ziel Frankfurt-Hauptbahnhof steigen in Frankfurt-Süd aus und fahren mit der S-Bahn bis zum Hauptbahnhof.

Ähnlich wurde die Streckenführung auch in Hamburg-Altona gelöst, wo man von Hamburg-Dammtor aus mit der S-Bahn nach Altona fährt, wenn man aus dem Süden kommt. Mit einem Fahrtziel Richtung Norden, kann man auch direkt ab Hamburg-Altona fahren.

Hamburg Bahnhof - OpenStreetMap cc-by-sa

Warum geht sowas nicht auch in Stuttgart? So könnte es aussehen:

S21 alternative Streckenführung für Stuttgart - OpenStreetMap cc-by-sa

Die Vorteile liegen auf der Hand: Sehr viel geringere Kosten und keine Proteste in der Bevölkerung. Warum musste Stuttgart so zum Politikum hochgekocht werden?