Reicht es Massenvernichtungswaffen zu vermuten, um einen Krieg zu rechtfertigen?

Auf YouTube bin ich auf eine sehr schöne Dokumentation gestoßen, die die Abläufe, die zum Sturz von Saddam Hussein durch die USA geführt haben, zusammenfasst und näher beleuchtet:

Die Dokumentation ist in fünf Teile aufgeteilt. Hier alle Links dazu: [1] [2] [3] [4] [5]

Sehr schön wird hier beleuchtet, wie gezielt die Gründe vorbereitet wurden, um den Krieg gegen den Irak zu begründen. Jeder Untergebene versucht es seinem Vorgesetzten recht zu machen. Wenn man also von der CIA verlangt Beweise für Massenvernichtungswaffen zu finden, dann schafft man das auch, wenn man die Prüfung der Quellen außer acht lässt. Die englische Regierung hat z. B. ungeprüfte Quellen aus dem Internet genommen und dort einfach abgeschrieben. Am Ende hat dann keiner Schuld, weil die CIA nur das geleistet hat, was ihr aufgetragen wurde und die Politiker nie auf die Idee kommen würden, selber Schuld einzugestehen. So wurde auch die Schuldfrage für die Behauptung, über das angeblich in den Irak gelieferte Uran nie geklärt.

An die UNO wurden von der USA dann aber nur Fakten geliefert, die einen Krieg gegen jedes Land gerechtfertigt hätten. Denn eigentlich wurden nur Satellitenbilder mit Lastwagen und Eisenbahnwagen gezeigt. Jedes Land besitzt derartige Fahrzeuge und könnte darin versteckte Massenvernichtungswaffen transportieren.

Man könnte fast glauben, es reicht aus Massenvernichtungswaffen irgendwo zu vermuten, um einen Krieg zu rechtfertigen?

Beim Iran gibt es keine Beweise für den Besitz von Atomwaffen und trotzdem gibt es Sanktionen von der UNO. Das läuft offensichtlich genau wie beim Irak, wo die Inspektoren nie etwas gefunden haben.
Die Truppen werden vor dem Iran in Stellung gebracht und auch deutsche U-Boote und eine deutsche Fregatte sind dabei. Saudi Arabien gewährt israelischen Kampfflugzeugen Überflugrechte.
Dass trotz der von den USA initiieren UNO Sanktionen, dann doch die Zustimmung für eine russische Raketenlieferung an den Iran gegeben wird, macht die Beliebigkeit von solchen Entscheidungen deutlich.

Die Parallelen zum Irak-Krieg sind unübersehbar und nach Beweisen fragt offensichtlich niemand. Werden diese Länder nur angegriffen, weil sie keine Atomwaffen besitzen? Nord-Korea wird nicht bedroht. Liegt das an den Atomwaffen oder an den mangelnden Bodenschätzen?

Fazit:
Wenn man das Ganze objektiv betrachtet, kann man zu dem Schluss kommen, dass Sicherheit für einen Staat heutzutage bedeutet, entweder Atomwaffen oder keine bedeutenden Bodenschätze zu besitzen. Stellt sich die Frage, wer hier die Länder der Achse des Bösen wirklich sind?

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